Geschichte und Schicksal der Binger Juden

Seit dem 12. Jh. gibt es Hinweise auf jüdische Familien in Bingen. Nur vier bis sechs Familien waren es das ganze Mittelalter hindurch, die durch Erwerb von Schutzbriefen geduldet wurden. Sie waren manchen Einschränkungen und Sondersteuern unterworfen. Mitte des 19. Jhs. erhielten sie die volle bürgerliche Gleichberechtigung und spielten seitdem eine bedeutende Rolle in der Stadt. Die Zahl der jüdischen Bürgerinnen und Bürger stieg auf 713 im Jahr 1900. Aufgrund des sich verstärkenden Antisemitismus und der nationalsozialistischen Rassenpolitik verließen die meisten von ihnen in den dreißiger Jahren Stadt und Land. Die 152 Verbliebenen wurden im Jahr 1942 deportiert und bis auf einen Überlebenden (oder zwei?) in den Vernichtungslagern Belzec, Sobibor, Majdanek und Auschwitz ermordet. Das war das Ende einer einst blühenden und das Leben der Stadt Bingen befruchtenden jüdischen Gemeinde. Im Folgenden soll anhand von Zeitungsausschnitten die Geschichte und das Leben der Binger Juden und ihr tragisches Schicksal dargestellt werden.

Julius Landau - ein dem Gemeinwohl verpflichteter Binger Bankier Julius Landau von Werner Grandjean 2008 (pdf)
der Artikel erschien in 2 Teilen in der AZ-Bingen, 'Heimat am Mittelrhein, Monatsblätter für Kultur- und Heimatpflege', Jahrgang 53
unter den Titeln:
" Julius Landau - vor 150 Jahren geboren" , Nr. 5, September/Oktober 2008 und
"Verdienste um Staat und Wirschaft", Nr. 6, November/Dezember 2008

Interview von Dr. Peter Frey in der AZ-Bingen vom 14.11.2008
anlässlich des 70. Jahrestages der Synagogenschändung und des 10-jährigen Bestehens des Arbeitskreises Jüdisches Bingen

Programm zur Feier des 10-jährigen Bestehens des Arbeitskreises Jüdisches Bingen

Rede von Dr. Josef Götten zur Feier des 10-jährigen Bestehens des Arbeitskreises Jüdisches Bingen

Rede von Dr. Peter Frey: "Über das Erinnern – vom Umgang mit der Vergangenheit"
anlässlich des 70. Jahrestages der Synagogenschändung und des 10-jährigen Bestehens des Arbeitskreises Jüdisches Bingen

Bericht über die Feier des 10-jährigen Bestehens des Arbeitskreises Jüdisches Bingen in der AZ-Bingen vom 17.11.2008 von Lena Fleischer

Julius Landau - ein dem Gemeinwohl verpflichteter Binger Bankier von Werner Grandjean 2008 (pdf)

Spur der Steine, 31. Mai 2007, Beate Goetz, AZ Bingen

Begrüßung der Festgemeinde zur Vorstellung des Synagogenmodells, Januar 2007

Festvortrag zur Vorstellung des Synagogenmodells, Januar 2007

Zur Präsentation des Binger Synagogenmodells, Beate Goetz, AZ, Januar 2007

Zur Einweihung der Synagoge in Bingen vor 100 Jahren

Stolpersteine gegen das Vergessen, Beate Goetz, AZ, August 2006

Die kulturelle Bedeutung des jüdischen Bürgertums für die Stadt Bingen, Dr. Josef Götten, 2005

Jüdisches Bürgertum - sein Beitrag zur Entwicklung der Stadt Bingen vor dem Ersten Weltkrieg von Werner Grandjean Dezember 2003 - Juni 2004 (pdf)

Lebensbericht von Hans Natt

AZ-Gespräch mit Frau Dr. Ruth Formanek, AZ vom 31.7.2001

Ein Stück BKV-Geschichte wird wieder lebendig, AZ vom 10.7.2001

Wie Bingen mit seinen Juden lebte ..., Josef Kühn, Heimat am Mittelrhein, Heft 2, 1999

Dr. Rüböl, Beate Goetz

Jüdisches Bingen, Beate Goetz, Sachor, Heft Nr. 16 -2/98

Der Synagogenbrand fordert Sühne, Neuer Binger Anzeiger, 16. 04. 1946

Vor 50 Jahren in den Tod getrieben, Liste der Ermordeten,  Jochen Tullius, AZ

Der Haß der braunen Horden kannte keine Grenzen, Jochen Tullius, NBA, 8. 11. 1988

Die Opfer mußten für die Schäden selbst aufkommen, Jochen Tullius, AZ, 9. 11. 1988

Nur Nathan kehrte zurück, Jochen Tullius, Binger Wochenblatt, 29. 10. 1992

Mit der Zugfahrt 3. Klasse in den Tod, Jochen Tullius, AZ, 18. 3. 1992

Literaturhinweise